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(tws) Ob Mathe,
Deutsch oder Englisch - nach Schulschluss ist häufig der Unterricht des
Kindes noch nicht zu Ende. Nahezu jeder dritte Schüler in NRW erhält laut
Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bereits private
Nachhilfe. Tendenz: steigend. Dr. Marion Suschke
vom Studienkreis am Werwolf bestätigt das. "Immer mehr Schüler nehmen
Nachhilfe in Anspruch." Bis sich Eltern jedoch an ein professionelles
Institut wenden, haben nach den Worten der Nachhilfelehrerin zuvor mitunter
schon Freunde, Nachbarn oder ältere Schüler dem Kind die Zusatzstunden
erteilt - offenbar ohne den gewünschten Erfolg. Marion Suschke
rät, das Warnsignal einer ersten Fünf ernst zu nehmen. "Es ist immer
leichter, die Lücken gleich aufzuarbeiten, statt zu warten, bis sie
riesengroß sind."
Eltern lassen sich die privaten Zusatzstunden ihres Kindes einiges kosten.
Etwa acht bis zehn Euro nimmt ein Schüler aus der Oberstufe. Zwischen 18
und 24 Euro kostet die 45-minütige Zusatzstunde in den Nachhilfeschulen.
Geschätzt wird, dass Väter und Mütter in NRW pro Jahr rund 200 Millionen
Euro für Nachhilfe ausgeben. Nach den Worten von Marion Suschke
sollte man auf die
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Qualifikation der Lehrkräfte achten. Seriöse
Institute erkenne man unter anderem daran, dass unverbindliche Probestunden
angeboten und Schule beziehungsweise Eltern in das Betreuungsangebot
eingebunden werden.
Markt mit vielen Grauzonen
Der Studienkreis kann das TÜV-Siegel
als geprüfte Nachhilfeschule vorweisen. Das Lernzentrum von Wolfgang Sinkwitz am Entenpfuhl ist ebenfalls
mit einem Gütezeichen für Nachhilfeschulen ausgezeichnet und zertifiziert.
"Die Schulkarriere von Kindern ist zu wertvoll, als dass man damit
experimentieren sollte." Sinkwitz empfiehlt, die Wahl des
Nachhilfelehrers sehr gut zu überlegen. Er selbst erlebt das Geschäft mit
den privaten Zusatzstunden am Nachmittag als einen Markt mit vielen
Grauzonen. Seine Einschätzung: Etwa 30 Prozent werden von Nachhilfeschulen
abgewickelt. 70 Prozent ist Grauzone.
Die Gründe für den Zusatzunterricht sind nach Ansicht von Marion Suschke vielschichtig. In der Pubertät könnte Schule
für Jugendliche zum Beispiel zeitweise nur Nebensache werden, so dass
Nachhilfe erforderlich werde.
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