VON GÜNTER TEWES Wenn Schulkinder beim Lernen ernsthafte Probleme bekommen, muss ihnen nach Überzeugung
der Stadtschulpflegschaft sogleich geholfen werden. Vorsitzender Wolfgang Sinkwitz bezeichnet die langen Wartezeiten
beim Schulpsychologischen Dienst als eine "Katastrophe". "Den Kindern muss unmittlbar geholfen werden, sobald die
Probleme erkannt werden." Wenn frühzeitig gegengesteuert werde, lasse sich das doch viel besser auffangen,
betont er gegenüber der Morgenpost. Die Eltern der Stadtschulpflegschaft fordern jetzt eine breite Diskussion. Kinder
mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS), mit einem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) oder mit Problemen im
Sozialverhalten - nach den Worten von Sinkwitz müssen dabei auch die Möglichkeiten der Hilfsangebote für die
Schüler neu überprüft werden.
Immer mehr Kinder, Eltern sowie Lehrer fragen offenbar nach der Unterstützung durch den Schulpsychologischen. Folge:
Die Wartezeiten beim Schulpsychologischen Dienst der Stadt verlängern sich immer weiter. Dies hat Beigeordneter
Günter Smentek
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dem Schulausschuss in der jüngsten Sitzung berichtet. Vorausgegangen war eine Anfrage
von Markus Preuß, Schulpolitiker der Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS).
Sechs Monate auf Hilfe warten
Bis zum ersten Fachkontakt beim Schulpsychologischen Dienst dauert es zwar nur wenige Tage. In Ausnahmefällen kann
diese Wartezeit
aber auch bei bis zu vier Wochen liegen. Kinder mit einem akuten Schulproblem müssen anschließend aber
drei Monate warten, bis ihnen konkret geholfen werden kann. Besteht bei einem Kind kein dringender Handlungsbedarf,
warten ratsuchende Eltern sogar durchschnittlich sechs Monate auf den Start der Hilfsmaßnahmen. Nach den Worten von
Schulpolitikerin Ulla Feldhaus (SPD) sind diese langen Wartezeiten nicht akzeptabel. Ebenso wertete dies Angelika
Witoch (Grüne) in der Schulausschuss-Sitzung: "Wartezeiten bis zu einem halben Jahr - das geht nicht."
Die Schulpolitiker wollen in ihrer nächsten Sitzung das Problem weiter ausarbeiten. Dazu
Schulpflegschafts-vorsitzender Sinkwitz: "Wir begrüßen das sehr."
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