Solinger Morgenpost

03.11.06

Schnellere Hilfe bei Schulproblemen

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Schnellere Hilfe bei Schulproblemen

VON GÜNTER TEWES
Wenn Schulkinder beim Lernen ernsthafte Probleme bekommen, muss ihnen nach Überzeugung der Stadtschulpflegschaft sogleich geholfen werden. Vorsitzender Wolfgang Sinkwitz bezeichnet die langen Wartezeiten beim Schulpsychologischen Dienst als eine "Katastrophe". "Den Kindern muss unmittlbar geholfen werden, sobald die Probleme erkannt werden." Wenn frühzeitig gegengesteuert werde, lasse sich das doch viel besser auffangen, betont er gegenüber der Morgenpost. Die Eltern der Stadtschulpflegschaft fordern jetzt eine breite Diskussion. Kinder mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS), mit einem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) oder mit Problemen im Sozialverhalten - nach den Worten von Sinkwitz müssen dabei auch die Möglichkeiten der Hilfsangebote für die Schüler neu überprüft werden.
Immer mehr Kinder, Eltern sowie Lehrer fragen offenbar nach der Unterstützung durch den Schulpsychologischen. Folge: Die Wartezeiten beim Schulpsychologischen Dienst der Stadt verlängern sich immer weiter. Dies hat Beigeordneter Günter Smentek

dem Schulausschuss in der jüngsten Sitzung berichtet. Vorausgegangen war eine Anfrage von Markus Preuß, Schulpolitiker der Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS).

Sechs Monate auf Hilfe warten
Bis zum ersten Fachkontakt beim Schulpsychologischen Dienst dauert es zwar nur wenige Tage. In Ausnahmefällen kann diese Wartezeit aber auch bei bis zu vier Wochen liegen. Kinder mit einem akuten Schulproblem müssen anschließend aber drei Monate warten, bis ihnen konkret geholfen werden kann. Besteht bei einem Kind kein dringender Handlungsbedarf, warten ratsuchende Eltern sogar durchschnittlich sechs Monate auf den Start der Hilfsmaßnahmen. Nach den Worten von Schulpolitikerin Ulla Feldhaus (SPD) sind diese langen Wartezeiten nicht akzeptabel. Ebenso wertete dies Angelika Witoch (Grüne) in der Schulausschuss-Sitzung: "Wartezeiten bis zu einem halben Jahr - das geht nicht." Die Schulpolitiker wollen in ihrer nächsten Sitzung das Problem weiter ausarbeiten. Dazu Schulpflegschafts-vorsitzender Sinkwitz: "Wir begrüßen das sehr."

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