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Von Simone Theyßen-Speich
Die 24 Solinger
Schulbezirke, die festlegen, welches Kind in welche Grundschule gehen muss,
wird es ab Sommer 2008 nicht mehr geben. Wenn die Eltern im kommenden
Herbst ihre zukünftigen I-Dötzchen anmelden,
haben sie nach dem neuen Schulgesetz des Landes die freie Wahl –
zumindest theoretisch.
Denn praktisch wird es
auch zukünftig in Solingen Grenzen geben. Etwa wenn es um die Zahl der
Kinder geht, die eine Schule aufnehmen kann. Um hier auch weiterhin
Planungssicherheit zu haben, diskutieren die Bezirksvertretungen und
Ausschüsse in den nächsten Wochen darüber, an den Grundschulen die maximale
Klassenzahl festzulegen (Schulausschuss, 25. April, 16 Uhr, IHK-Lehrwerkstatt,
Schützenstr. 204). Im Juni wird der Rat dann endgültig entscheiden.
Wie diese
Kapazitätsobergrenzen aussehen könnten, hat die Schulverwaltung jetzt
erarbeitet. „Wir haben uns an den aktuellen Schulentwicklungsplan und
die räumlichen Möglichkeiten der Schulen gehalten“, erklärt Udo Depping, Leiter des Stadtdienstes Schule. In weiten
Teilen entsprechen diese Höchstgrenzen den schon jetzt vorhandenen Zügen an
den Schulen.
Ausweiten können sich
demnach noch die Schulen Südstraße (auf 3 Parallel-Züge), Bünkenberg-Widdert (3 – 4 Züge), Weyer
(4 Züge) sowie Yorckstraße und Kreuzweg (4 - 5 Züge). Eingeschränkt werden
die Schulen
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Uhlandstraße auf drei bis vier und die Schule
Gerberstraße auf zwei Züge pro Jahrgang.
Anspruch
auf nächstgelegene Schule
Einerseits soll also die Zahl der Kinder und
Klassen begrenzt werden. Andererseits legt das Landesgesetz fest, dass
jedes Kind den Anspruch hat, in der nächstgelegenen Grundschule aufgenommen
zu werden. „Das beides zusammen lässt nicht allzu viel Spielraum, um
vermeintliche Wunschschulen quer durch die Stadt anzusteuern“, sieht Depping dem befürchteten „Schul-Tourismus“
gelassen entgegen.
Auch heute besuchen schon etwa 300 Grundschüler
eine Schule außerhalb ihres Bezirks. „Wer das möchte, hat auch in der
Vergangenheit eine Oma oder Tagesmutter vorgewiesen. Die Notwendigkeit
einer Begründung fällt jetzt einfach weg“, so Wolfgang
Sinkwitz, Vorsitzender der Stadtschulpflegschaft. Er
wünscht sich, dass Schulen die Öffnung nutzen, um noch mehr an ihren
Profilen zu arbeiten. Schulen mit problematischem Einzugsbereich sollten
mehr Unterstützung, etwa für kleinere Klassen und individuelle Förderung
bekommen.
Leichte Verschiebungen könne es in direkter
Nachbarschaft geben. „Es kann sein, dass ein Kind in den Bezirk Böckerhof gehört, eigentlich aber näher an der Schule Bünkenberg wohnt. Da macht es künftig Sinn, die nähere
Schule zu wählen“, so Depping. Denn die
alten Bezirke wurden vor 27 Jahren gemäß der damaligen Wohnbebauung
festgelegt.
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