Solinger Tageblatt

30.09.06

Unterricht als Herausforderung?

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Unterricht als Herausforderung

Stadtschulpflegschaft diskutiert integrative Schule

(lst) Ende Oktober ist es ein Jahr her, dass die Stadtschulpflegschaft Solingen über den integrativen Unterricht in der Primarstufe diskutierte. Bei der diesjährigen Vollversammlung wurde die Diskussion erweitert, ob der gemeinsame Unterricht mit behinderten Kindern in der Sekundarstufe I (SEK I) auch möglich ist.
Vorsitzender Wolfgang Sinkwitz konnte Wolfgang Lindemann, Schulrat des Kreises Mettmann mit Vertretungsaufgaben in Solingen, sowie den Schuldezernenten Hartmut Hoferichter als Gesprächspartner begrüßen. Der Vorstand "Gemeinsam Leben Lernen" war mit Karin Weise-Schmidt und Michael Kotthaus vertreten. Die Integration der Behinderten sei eine gesellschaftspolitische Aufgabe. "Mir sind die USA und die Niederlande sehr positiv aufgefallen", sagt Wolfgang Sinkwitz.

Als ehemaliger Schulleiter einer Wuppertaler Hauptschule, wo bereits in allen weiterführenden Schulen integrativer Unterricht angeboten wird, sieht Lindemann die Aufgabe für Schulleiter und Kollegium nicht als Überforderung, sondern als Herausforderung für die Schule an.
Für den Schulbezirk Solingen erklärte der Erste Beigeordnete Hartmut Hoferichter, dass das Ziel sein müsse, auch für Schüler der SEK I diese Möglichkeit an allen weiterführenden Schulen zu schaffen. "Dennoch sollte klar sein, dass die Hauptschulen in Höhscheid und Ohligs, die integrativ arbeiten, auch andere Belastungen im Schulalltag zu schultern haben."
» Nach dem Vortrag wurde der Vorstand neu gewählt: Wieder gewählt wurde Wolfgang Sinkwitz als Vorsitzender, Stellvertreterin wurde Uschi Neeff und Kassiererin Heike Herrig.

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