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Der GEW StV Solingen geht mit Stadtschul pflegschaft und Lehrerverbänden
auf die Straße.
Solingen, bedeutender politischer Ursprung des Bergischen Landes entwickelt
sich neben Wuppertal und Remscheid zum weiteren "Epizentrum" des Bergischen
Bebens gegen die Schulpolitik von Kommune und Landes regierung. Ein Zusammenschluss
der Pflegschaften aller Grund-, Sonder- und Weiterführenden Schulen
als "Stadtschul pflegschaft Solingen - Der runde Tisch e.V." belebt die
schulpolltische Szene der Stadt seit einigen Jahren .. mit gewissen Erfolgen.
Man wird in der Politik zur Kenntnis genommen, hat beratende Stimme im
Schulausschuss des Rates erreicht und wird nicht müde, in kontinuierlicher
Folge durch Veran staltungen mit unter schiedlichen Partnern Eltern und
Öffentlichkeit auf schulpolitische Probleme aufmerksam zu machen.
Als Geburtshelfer stand der Vereinigung der GEW-Stadtverband zur Seite.
Es werden Informationen ausgetauscht, über einen Kontakter eine ständige
GEW-Präsenz in den Sitzungen erreicht und gemeinsam Veran staltungen
und Aktionen organisiert: Podiumsdiskussion "Bedarfsdeckender Unter richt",
Elternfortbildung "Rechtschreiben lernen", Info-Veranstaltungen in der
Fußgän gerzone und Anfang Mai eine Demonstration aus Anlass
der "Misere in der Bildungspolitik".
Eins sei hier offen bekannt: Den größten Mut zur Demo hatten
die Eltern, die größten Bedenken wegen einer möglichen
Pleite ich. Aber die Zahl der Beteiligten gab den Aktivisten recht:
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600 Eltern, SchülerInnen, LehrerInnen und Lehramtsanwärter bildeten
den Demonstra tionszug, der sich durch die Innenstadt zum Ort der Kundgebung
bewegte, der durchaus gefüllt werden konnte. Während der Vorsitzende
der Stadtschulpflegschaft in seiner Rede auf die kommunalpolitische Misere,
gekennzeichnet durch Raumnot in den Sekundarstufen, fehlende Turnhallen
und ausfallenden Schwimmunterricht einging, war die GEW durch Norbert Müller,
Oberhausen, vertreten, der - so bestätigten es etliche Rückmeldungen
der Eltern - sehr wirkungsvoll die Verschlechterungen und strukturellen
Schwachpunkte der NRW-Bil dungspolitik in Worte fasste. Sehr wirkungsvoll
auch deshalb, weil sich hier Vertreter der GEW (mal wieder) als kompetent
und einsatzbereit empfahlen. Der Stadtverband lieferte Fahnen, Plakate,
Megafon, rief noch einmal gesondert durch Plakataktion in den Schulen zur
Teilnahme auf und besetzte durch Norbert die landes politische Diskussion.
Der VBE fungierte als Mitveranstalter auf und war durch etliche Mitglieder
vertreten.
Eine beachtliche Resonanz der sonst zuweilen schulpolitisch recht zurückhaltenden
Presse und vor allem des Lokalfunks belohnte die Veranstalter.
Mehr mit Schmunzeln aber doch auch Genugtuung der Aufmacher der lokalen
Presse vier Tage nach dieser Aktion:
3300 Lehrerstellen für NRW im nächsten Schuljahr!
So kurzfristig und wirkungsvoll kann Schulpolitik sein! Man braucht eben
nur mal auf die Straße zu gehen! Oder?
GEW, Stadtschulpflegschaft und VBE als Bündnis für eine bessere
Schule, das kann man "unparteiisch" besonders im Vorwahlkampf recht breitenwirksam
verkaufen, denke ich. Wir in Solingen werden dies auf jeden Fall tun.
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