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Noch gehen in die acht Klassen im Gebäude Kirschbaumshöhe
an der Schützenstraße Kinder der Grundschule Klauberg. Weil dort
aber in den nächsten Monaten der Erwei terungsbau fertig wird, stünde
die Dependance theoretisch zur Verfügung. Ein Zwischenschritt - mehr
darf nach den Worten von Michael Seiffert das Provisorium im alten Backsteinbau
an der Kirchbaumshöhe nicht werden.
Ziel: Neubau in der Südstadt
"Das ist nur verantwortbar mit einem Planungs- und Errichtungsbeschluss
einer vierten Gesamtschule im Raum Südstadt", betonte der GEW-Vorsitzende gestern vor der Presse. Eckehard Vogt, im Vorstand der Lehrer gewerkschaft, sah ebenso
die Schwächen der Kirschbaumshöhe: "Das ist eine erhebliche Notlösung!"
Schnell muss es aus Sicht der GEW gehen, um die Raumnot angesichts
steigender Schüler zahlen zu beheben. Noch in diesem Jahr müsse
der Stadtrat die vierte Gesamtschule beschließen, sagte Seiffert.
Und die Finan zierung? "Für uns ist das eine Frage der Priorität.
Wir fordern diese Priorität für die Bildung ein."
Alles spricht nach den Worten von Wolfgang Sinkwitz, Vorsitzender der Stadtschul pflegschaft, für die vierte Gesamtschule, vor allem auch der Elternwille. "Wir brauchen dringend Schulraum", sagte er mit Blick auf |
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die jüngsten Anmeldungen zu Gymnasien, Real-, Haupt-
und Gesamtschulen. Wenn im nächsten Schuljahr 31 Kinder in den fünften
Klassen säßen, seien diese um rund zehn Prozent überbelegt.
"Der Richtwert liegt bei 28 Schülern."
Michael Seiffert spricht von einer deutlichen Verschärfung der Situation
in den neuen fünften Klassen im nächsten Jahr. "Dann sind 150 Kinder
mehr unterzubringen." Auch in den folgenden Jahren bleibe die Zahl der
Entlass-Schüler aus den Grundschulen hoch.
Mit Bauchschmerzen akzeptiert
"Wir fordern eine Lösung für das nächste Jahr", so Seiffert. Nur mit
Bauchschnierien seien größere Klassen in diesem Jahr akzeptiert worden. "Es ist eine Notlösung, mehr nicht!"
Stadtschulpflegschaft und Lehrergewerkschaft GEW vermissen allerdings
bei den großen Fraktionen im Stadtrat den erforderlichen politischen
Handlungswillen. "Es ist kein Planziel vierte Gesamtschule erkennbar",
so die Bilanz von Sinkwitz. Ebenso wertete dies Michael Seiffert: "Der
Wille ist nicht erkennbar." Dabei müsse die vierte Gesamt schule nicht
unbedingt sechszügig sein. Voraussetzung ist nach seiner Darstellung
jedoch unbedingt die Oberstufe. Sie müsse die Perspektive des Abiturs
bieten.
(Unsere Meinung, 2. Lokalseile) |
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