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Von STEPANIE MERGEHENN
"Katastrophal" - so bezeichnet der Stadt schulpflegschafts-Vorsitzende
Wolfgang Sinkwitz die Situation, wenn es nicht bald einen aktuellen Schulentwicklungsplan gebe. Ein entsprechendes Gutachten will der Schul ausschuss in seiner
heutigen Sitzung fordern. In dem seit langem geforderten Plan soll die
mittelfristige Schülerzahlentwicklung dargestellt sowie das Schulwahlverhalten
und der entsprechende Schulraumbestand prognostiziert werden. "Keinerlei
Konzeption" verzeichnet bislang die SPD-Fraktionsvor sitzende Birgit Zingler
bei Ratsmehrheit und Verwaltung - zumal die Verlagerung der Stelle von
Fachdienstleiterin Zita Götte zur "Regionale 2006" ein zusätzliches Loch reiße.
Seit sieben Jahren auf Eis gelegt
"Das Schulverwaltungsamt blutet personell aus", glaubt auch Bürgermeisterin
Ulla Feldhaus. Die schulpolitische Sprecherin der SPD kann nicht nachvollziehen,
dass der |
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zuletzt vor sieben Jahren fortgeschriebene Schulentwicklungsplan
immer noch nicht aktualisisert wurde. Ursprünglich für April, dann
für diesen Monat geplant, hat "die Verwaltung ihre Hausaufgaben immer
noch nicht gemacht". Deshalb will der heute tagende Schulausschuss 20 000
Mark für die externe Begleitung der zuständigen, bislang "eher
ineffektiven Projektgruppen" etatisieren lassen.
"Der Unmut geht durch alle Fraktionen", betonte Feldhaus gestern gegenüber
der Presse. Zwar lobte sie die jüngsten Schuler weiterungsprojekte
und den "hervorragenden integrativen Unterricht" in der Hauptschule Höhscheid,
aber: "Das reicht noch nicht." Vor allem vermisst die Bildungspolitikerin
eine Vernetzung mit den berufsbildenden Schulen: "Es ist kaum bekannt,
dass junge Leute auch dort ihr Abitur machen können."
Birgit Zingler hat auch den Standortfaktor im Blick: "Nach Solingen
ziehen doch keine Familien, wenn sie nicht wissen, in welche weiterführende
Schule ihr Kind kommt", ist die Vorsitzende des Planungsausschusses überzeugt.
Deren Zukunft "kalkulierbarer" zu machen, ist ihr Ziel. |
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