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"Wir haben seit April dieses Jahres eine Unterschriftenaktion
für den zügigen Bau einer vierten Gesamtschule durchgeführt,
nachdem Jahr für Jahr viele Schüler an den Gesamt schulen abgelehnt
wurden, in diesem Jahr 178 Schüler", begründete Wolfgang Sinkwitz,
Vorsitzender der Stadtschulpflegschaft den Schritt. Auch er sieht in der
Resonanz ein "deutliches Signal, dass weiterer Schulraum in der Gesamtschule
geschaffen werden muss".
49 Schulen, 1000 Unterschriften
Noch im Februar hatten Lehrergewerkschaft GEW und Stadtschulpflegschaft
die Aktion angekündigt. In allen 49 Solinger Schulen sollten Unterschriften
gesammelt werden. Gut 1000 Eltern und rund 120 Lehrer haben schließlich
unterschrieben. Ein mageres Ergebnis? Michael Seiffert und Wolfgang Sinkwitz wollen das
nicht gelten lassen. Allerdings räumte der Vorsitzende der Stadtschulpflegschaft
gestern gegenüber der MORGENPOST ein: "Wir haben eigentlich mit mehr
Unterschriften gerechnet." Gegen die Schließung des Hallenbades Birkerstraße
seien immerhin 6200 Unterschriften zusammen gekommen. "Wir müssen mehr Schulraum schaffen und jetzt handeln",
forderte Sinkwitz. Angesichts steigender Schülerzahlen
würden die Erweiterungen derzeit am Gymnasium Schwertstraße,
am Humboldtgymnasium und an der Theoder-Heuss-Realschule nicht |
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ausreichen.
Seit Jahren bestehe ein klarer Elternwille nach einer vierten Gesamtschule.
"Nicht mehr weiter hinnehmbar im Lehrer kollegium" sind nach den Worten von Eckehard Vogt, GEW- Vorsitzender, Klassen größen von teilweise bis zu 35 Schülern, eine Überschreitung
der vorgegebenen Richtwerte um zirka 25 Prozent. "Alleine durch Lenkungs maßnahmen die Schülerströme zu entzerren, kann das Problem bis zum Jahre
2008 nicht lösen", mahnte Vogt in einer Presseerklärung vor einem
"Desaster". "Unser Argument, dass weiterer Schulraum in Solingen für
die nächsten acht Jahre notwendig ist, konnte bisher nicht entkräftet
werden." Der GEW-Vorsitzende forderte "endlich konsequentes Handeln",
sonst würde sich das Problem, aufs nächste Jahrzehnt gesehen,
Jahr für Jahr zu den Anmeldeterminen weiter verschieben.
Vor verschlossenen Türen
Doch schon im nächsten Schuljahr stehen nach seinen Worten Kinder
vor verschlossenen Türen; und zwar Schulformwechsler, vor allem nach
der Erprobungsstufe Klasse 6. "Zirka zwei Klassen müssen im Sommer
von den Gymnasien oder Realschulen zu den Hauptschulen, mehr als zwei Klassen
allein von den Gymnasien zu den Realschulen wechseln." Doch gerade an den
Realschulen seien keine Klassenräume mehr übrig. |
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