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(sm). Mit einem Hilferuf an Regierungs präsident Jürgen
Bussow wendet sich die Stadtschulpflegschaft Solingen an die obere Schulbehörde.
Aus einer Antwort auf eine Anfrage an die Schulverwaltung aus dem vergangenen
Schuljahr geht hervor, daß 28 Prozent der Sportstunden an Solinger
Schulen wegen mangelnder räumlicher Kapazitäten ausgefallen sind.
Noch dramatischer muten die absoluten Zahlen an: 274 von 979 im Stundenplan
vorgesebenen Stunden wurden wegen fehlender Sporthallenkapazitäten
nicht gegeben.
Hohe Dunkelziffer
"Das sind die uns vorliegenden offiziellen Zahlen. Wir gehen allerdings
davon aus, daß inoffiziell der Unterrichtsausfall wesentlich höher
ist. Wieder einmal ein Beispiel dafür, daß im Solinger Bildungsbereich massiv gespart wird", so Wolfgang Sinkwitz, stellvertretender Vorsitzender
der Stadtschulpflegschaft. "Gerade der Sportunterricht ist nicht
nur für die körperliche Ertüchtigung der heutigen Kinder
und Jugend- |
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lichen wichtiger denn je, sondern er vermittelt auch Sozialverhalten
im Umgang miteinander und Regeln des Fairplay. Gerade auch im Hinblick
auf die wachsende Gewaltbereitschaft an Schulen darf am Sportunterricht
nicht gespart werden."
Was tun gegen den Ausfall?
Was will die Schulverwaltung gegen diesen massiven Unterrichtsausfall
tun? "Im Schulausschuß ist man bestrebt, die Kapazitätsauslastung
der städtischen Sporthallen weiter zu optimieren", so Sinkwitz. "Dies
hat schon im letzten Schuljahr dazu geführt, daß Sporthallentourismus
stattfand. Voraussichtlich wird sich dies im neuen Schuljahr noch verstärken.
Die Schulen teilen ihre jeweiligen freien Unterrichtsstunden mit, und die
nach freien Sportkapazitäten suchenden Schulen nehmen
weite Wege in Kauf, um den Sportunterricht an einer anderen Schule durchführen
zu können. Ein wichtiger Aspekt des Sportunterrichts, nämlich
Aggressionsabbau wird durch zusätzlich entstehenden Streß ad
absurdum geführt. |
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