Solinger Morgenpost

12.03.01

Eltern sind bereit zum Widerstand

Sparpläne bei den Schulen

Eltern sind bereit zum Widerstand

(tws). "Das tut schon richtig weh!" Einschneidend sind die Kürzungen nach den Worten von Wolfgang Mummert im Schulbereich. "Das ist jetzt auf dem Weg", wertete der Rektor der Grundschule Wiener Straße den städtischen Etatentwurf beim Mitgliedertreffen der Stadtschulpflegschaft in seinem Haus. In der Sitzung des Stadtrates Ende März soll über die Sparvorschläge von Kämmerer Ernst Schneider entschieden werden.
Gegenüber dem Vorjahr werde allein bei den Schulen 635 000 Mark gekürzt. Das seien 20 Prozent, sagte Mummert zu den Sparvorschlägen. Er vertritt die Grundschulen im Sprecherrat der Schulleiter. Die Grundschulen sollen von der Stadt 161 000 Mark weniger bekommen. Bücher und andere Lernmittel sind nach seinen Worten unter anderem von den Kürzungen betroffen. Ein Skandal, wie Eltern von der Stadtschulpflegschaft betonten. Widerstand wurde angekündigt. "Die Sache kann so nicht durchgehen!", hieß es selbstbewusst. Das Elterngremium kündigte an, geschlossen gegen die Pläne aufzutreten: "Es ist ganz wichtig, den Politikern auf die Finger zu schauen!"
Apropos Widerstand: Wolfgang Sinkwitz, Vorsitzender der Stadtschulpflegschaft, mahnte den noch immer fehlenden Schulentwicklungsplan an. Wiederholt habe er diesen beim Oberbürgermeister gefordert. Jetzt wollen auch Mitglieder der Stadtschulpflegschaft Druck machen. Kommenden Donnerstag, 15. März, sogar im Landtag beim Besuch des hiesigen Abgeordneten Ernst-Martin Walsken (SPD). "Wir sollten uns die Chance nicht nehmen lassen, über die aktuelle Schulpolitik in Solingen mit ihm zu diskutieren", forderte Sinkwitz zur regen Teilnahme auf.

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