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Leserbriefe
Wunschschule:
Jemand muss dazulernen
Mit Erstaunen stelle ich fest, dass sich das Schulverwatungsamt nicht
dem Dienst für den Bürger zur Verfügung stellt, wo doch
erst kürzlich Bürgernähe durch mehr Stadtteilbürgerbüros
signalisiert werden sollte. Eine eigen artige Arbeitsauffassung zeigt der
Leiter dieser Behörde: "Einer fällt immer durchs Raster." Ich
kann einfach nicht glauben, dass jemand in dieser Position ungerügt
öffentlich eine solche Äußerung kundtun darf. Stellt sich
mir die Frage, warum denn eigentlich jemand durchs Raster
fallen muss, und ob man dem nicht gegen arbeiten sollte (wenn man's denn
schon gemerkt hat).
Überaus erschreckend, dass es dann schließlich doch ging,
was am Anfang abgelehnt wurde. Vielleicht nach der Maxime: Erst mal ablehnen,
einer fällt ja schließlich... entweder durchs Raster oder/und... nicht auf. Fiel aber leider doch auf und stieß auf engagierte
Eltern, die ihr Recht einforderten. War zwar teuer, in diesem Fall Anwaltskosten
in Höhe von 900 Mark, nicht zu sprechen von Lauferei, Schreiberei
und Ärgerei, hat sich aber gelohnt.
Frage ich mich am Ende dieser merk würdigen Geschichte: Was machen
eigentlich die Eltern, die keine 900 Mark übrig haben und sich nicht
besonders auskennen in der Materie? Irgendeiner muss hier noch kräftig
dazulernen.
Kerstin Sommer Beethovenstraße 249
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