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Als "personellen Elchtest" bezeichnete Klaus Blasberg vom Sprecherrat der Solinger Schulleiter die geplante Siebenzügigkeit an der Städtischen Gesamtschule - "ein Kraftakt sondergleichen". Doch die von über 1000 Eltern und Lehrern namentlich geforderte vierte Gesamtschule ist erst einmal vom Tisch. Denn die Bezirksregierung Düsseldorf wird einem Neubau trotz offensichtlicher Bedürfnisse eine Genehmigung aus folgenden Gründen nicht erteilen:
* Ein Neubau dauert seine Zeit - in sieben bis acht Jahren sei indes mit sinkenden Schüler zahlen zu rechnen.
* Die Schülerschaft einer vierten Gesamtschule hat nicht die erforderliche Heterogenität, um eine gymnasiale Oberstufe zu gewährleisten.
* Die Stadt besitzt "auf Grund der desolaten Haushaltslage" nicht die erforderliche Finanzkraft zur Errichtung einer neuen Gesamtschule.
Für Gesamtschulen:
Jetzt zwei Turnhallen
(stm). Was der Friedrich-Albert-Lange-Schule recht ist, kann der Städtischen Gesamtschule Wupperstraße nur billig sein: "Im nächsten Haushalt wird es einen Etat für die Turnhalle an der Städtischen Gesamtschule geben", versprach gestern Oberbürgermeister Franz Haug. Die lang geforderte Turnhalle an der Walder Gesamtschule nimmt derweil Gestalt an: Nach den Sommerferien wird mit dem Bau begonnen. Ab dem Schuljahr 2001/2002 sollen dort bereits die Kinder turnen. |
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"Es kann nicht unsere Aufgabe sein zu überlegen, wie im Schulressort Geld gespart werden kann", konterte Blasberg. Dennoch müsse für das kommende Schuljahr schnell "eine pragmatische, aber auch pädagogisch verantwortliche Lösung" her. Die soll angesichts von 125 "überzähligen" Noch- Viertklässlern, die im kommenden Jahr in die Sekundarstufe 1 wechseln, so aussehen: Außer an der Städtischen Gesamtschule sollen auch an Realschulen in Containern oder Pavillons zwei Überhangklassen gebildet werden - zumal dort Schulformwechsler "in Besorgnis erregendem Ausmaß" (Johannes Motz von der Theodor-Heuss-Schule) landen.
Nicht mehr als 30 Schüler
Die geplante 20-Zügigkeit der fünften Klasse in den vier Solinger Gymnasien ist nur möglich, weil Humboldt- und das Gymnasium Schwertstraße derzeit ausgebaut werden. Indes: "Die Erweiterungsbauten nehmen keine neuen Kapazitäten, sondern den Bestand auf", betont Blasberg. Zentrales Ziel sei es, dass nicht mehr als 30 Schüler in einer Klasse sind. Einzig an den Hauptschulen gilt derzeit Entwarnung - abgesehen von einem räumlichen Engpass am Central: Zwar hat die Hauptschule dort Ganztagsangebote, gilt aber rechtlich nicht als Ganztagsschule - ein Missstand, den Peter Wirtz jetzt in Gesprächen mit der Landes regierung beseitigen möchte.
Heute im Schulentwicklungsplan
"Unser Vorschlag kann nur eine Lösung für das nächste Jahr sein", gibt der Sprecherrat den Ball an die Verwaltung weiter. Schuldezer nentin Eva Krings, die sich heute in der Lenkungsgruppe der Schulentwicklungs planung besonders mit der Problematik der Schulformwechsler beschäftigt, hofft, die Räume den Schülerzahlen angleichen zu können - obwohl auch die Uber-Mittag- Betreuung und der Integrative Unterricht in der Sekundarstufe II Platz brauchen. |
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