Solinger Morgenpost

29.03.01

Eltern helfen den Kindern nun selbst


 

Rechtschreibschwäche:

Eltern helfen den Kindern nun selbst

(jtü). Eine Selbsthilfegruppe, die die Interessen von Eltern, deren Kinder an Lese-Rechtschreib-Problemen leiden, soll nach den Osterferien gegründet werden. Dies teilt der Vorsitzende der Stadtschulpflegschaft, Wolfgang Sinkwitz, mit. Auch an den weiterführenden Schulen beherrschten immer weniger Schüler diese "grundlegenden Kulturtechniken unserer Gesellschaft". Dass das Interesse an Aufklärung groß ist, bewies die große Resonanz einer Veranstaltung zu diesem Thema, wozu die Stadtschulpflegschaft eingeladen hatte.

Lehrer unzureichend ausgebildet

Eltern suchen Informationen und kompetente Hilfestellungen an den Schulen, die ihre Kinder besuchen, werden aber oft enttäuscht, meint Sinkwitz. Die Lehrer seien nur unzureichend ausgebildet, um schnell und gezielt auf Lese-Rechtschreib-Probleme einzugehen. "Das wächst sich schon aus", sei eine oft gehörte Aussage. Im vierten Schuljahr sei "das Kind dann aber schon in den Brunnen gefallen", an den weiterführenden Schulen werde das Problem negiert. Ein weiterer Aspekt sind laut Sinkwitz lange Wartezeiten bei der schulpsychologischen Beratung. Wartezeiten bis zu drei Monaten seien üblich.

Übersicht Presse