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(tws). Eine gehörige Portion Wahlkampf steckt nach den Worten
von Wolfgang Sinkwitz, Vorsitzender der Stadtschulpflegschaft hinter der Forderung von SPD und Grünen, im Raum Höhscheid eine vierte Gesamtschule zu errichten. "Wir haben bald Wahlen", reagierte Sirkwitz gegenüber der Morgenpost gelassen auf die Vorstöße der beiden Parteien.
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311 Kinder abgelehnt
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Zuerst hatten sich die Grünen für den Bau einer weiteren Gesamtschule
stark gemacht, anschließend die SPD. Das Argument bei beiden Parteien:
Der Elternwille müsse ernst genommen werden. 311 Kinder. so
viele wie noch nie, sind zuletzt bei der Anmeldung an den drei Gesamtschulen
aus Platzgründen abgewiesen worden. Am 6. Mai wollen die Sozialdemokraten
auf ihrem Unterbezirksparteitag den Errichtungs-
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Beschluss vierte Gesamtschule formulieren. Gleich nach den Osterferien wollen die Grünen diesen Antrag im Stadtrat stellen. Bis dahin will Fraktionssprecher
Manfred Krause andere mit ins Boot holen, um mehr Druck auf die Mehrheitsparteien
CDU und FDP auszuüben. Auch die Stadtschulpflegschaft will er
als Mitstreiter gewinnen. Doch auf die Elternvertretung der Schulkinder
kann er nicht bauen. "Wir werden einen Teufel tun und uns vor den Karren
spannen lassen. "Wir vertreten grundsätzlich keine Parteipositionen.
Wir vertreten vielmehr alle Schulformen. Das ist bei uns ein Satzungsbeschluss."
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Kleinere Klassen
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Die Debatte vierte Gesamtschule ist nach seiner Ansicht ohnehin zu oberflächlich.
"Es wird über Äußeres geredet, nicht über die Inhalte
der Schule." In Gesprächen mit
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Vätern und Müttern hört
Sinkwitz aber eines immer wieder: "Eltern ist wichtig, dass in Schulen
vernünftig gearbeitet wird - in kleinen Klassen zum Beispiel."
Als Vorsitzender wünscht er sich eine "blühende Schullandschaft." Dazu gehört eine Grundschule mit dem Schwerpunkt Begabtenförderung - und eine weitere Grundschule in Wald oder Ohligs mit dem Zweig der Montessori-Pädagogik.
Bei den Grundschulen dürfte es nach Sinkwitz' Ansicht ohnehin keine
Schulbezirksgrenzen mehr geben, sondern mehr Wettbewerb untereinander.
"Wenn das Monopol auf die Kinder in der Nachbarschaft wegfällt,
müssten sie mit ihrem Schulprofil überzeugen. Damit Eltern
sagen: ´Ja, da schicke ich mein Kind hin!´" Für Sinkwitz zeigen
die Beispiele die vielfältigen Möglichkeiten, um die Schullandschaft
zu verbessern. "Dazu müssen Ideen her. Und die Politik muss
sie formulieren."
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