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Von NADINE VILLMANN
"Die Schulen sind doch heute richtig primitiv eingerichtet, ist doch
klar, daß da die Stimmung auf dem Nullpunkt ist." Kerstin Sommer,
Vorstandsmitglied der Stadtschulpflegschaft, macht ihrem Ärger Luft.
"Beengt in einem kleinen Klassenraum sitzen, alte fiese Bücher vor
sich, da vergeht den Kindern doch der Spaß am Lernen", setzt sie
hinzu.
Stimmung auf dem Nullpunkt
Damit auch die Öffentlichkeit sich einmal damit auseinandersetzt,
postierte sich die Stadt schulpflegschaft am Samstag auf dem Alten Markt
und diskutierte mit allen Interessierten über die Probleme, die die
Schulen in Solingen haben. Der stellvertretende Vorsitzende, Wolfgang Sinkwitz,
zählte die Defizite auf, die das "Sparschwein Schule" hat. Es kann nicht angehen. daß sich eine
Grundschullehrerin zwischen zwei Klassen aufteilen muß. daß
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Schülerzahlen wachsen, aber keine Schul erweiterungsbauten finanziert werden", so Sinkwitz. Die
175 000 Mark der Bezirks regierung, die für die Schulen bestimmt gewesen
waren, seien von der Stadtkämmerei einbehalten worden, obwohl das
Geld dringend benötigt wird. An Grundschulen werde durch Referendare
bedarfsdeckender Unterricht ausgeführt, anstatt Lehrer einzustellen.
Frustrierte Eltern
Der Eindruck, der am Samstag bei der Stadtschulpflegschaft immer klarere
Konturen annahm, war alarmierend: Die meisten Eltern seien frustriert,
hätten das Gefühl, sowieso nichts ändern zu können.
Dieser Einstellung wolle man jedoch entgegenwirken. "Die Eltern haben oftmals
Angst, daß sich der Einsatz in der Schulpolitik auf das Kind auswirken
könnte, deswegen lassen sie es leider meistens bleiben", so Kerstin
Sommer. Die Stadt schulpflegschaft ist dagegen parteienun abhängig und
das Organ für alle Schulen und setzt sich vorbehaltlos ein. |
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