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(tsch) Bildung muss Chefsache werden. "Der Stadtspitze
muss klar werden, wie wichtig Bildung ist und welchen Stellenwert sie gerade
zum jetzigen Zeitpunkt, wo umfangreiche Geldkürzungen anstehen, für die Zukunft
unserer Stadt hat" Woliganc Sinkwitz, Vorsitzender der Stadtschulpflegschaft appelliert an die kommunale Politik.
Nicht nur die Solinger Eltern-Vertretung sorgt sich in Zeiten eines
gedeckelten Haushalts, dass die vom Land zugewiesenen Gelder auch
tatsächlich bei den Schulen ankommen. Auch in Politik und Pädagogik
wurde die Sorge geäußert.
Die Wünsche der Eltern sind klar: mehr Ganztagsschulen,
mehr Geld, eine Qualitätsoffensive mit klaren Zielvorgaben. Dazu
müsse allerdings ein Umdenken auf mehreren Ebenen in Gang gebracht
werden. Nicht nur die momentan viel gescholtenen
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Lehrer, sondern auch die
Eltern müssen ihren Teil zu einer besseren Lehre beitragen. Statt der reinen Wissensvermittlung steht immer häufiger "Sozialkompetenz" auf dem Stundenplan. Die Hoffnung der Eltern liegt jetzt auf dem Modell "Selbstständige
Schule". Hier wird der Schuletat allein von der jeweiligen Schule
und nicht mehr über Stadt und Land verwaltet. Das bedeutet zwar einen
Mehraufwand für die schulinterne Verwaltung, bringt aber den Vorteil,
dass vor Ort in den Schulen entschieden werden kann, wo das Geld am dringendsten
gebraucht wird.
Bereits Ende der 90er Jahre attestierte die Timms-Studie den deutschen
Schülern einen schlechten Platz im internationalen
Vergleich. "Seitdem wird wieder über Leistungen an Schulen geredet,
aber zu wenig gehandelt", so Sinkwitz. Seine Befürchtung
ist nur: So wird es wieder werden.
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