Solinger Tageblatt

15.06.00

Für die vierte Gesamtschule


Für die vierte Gesamtschule

Trotz der gerade beschlossenen Notlösung bleibt bei vielen Eltern und Lehrern der Wunsch nach mehr Schulraum.

(tsch) Das Konzept, um den geburtenstarken Jahrgängen genügend Schulraum zu geben. ist gerade verkündet, da steht im Terminkalender von Oberbürgermeister Franz Haug wieder die neue, die vierte Solinger Gesamtschule. In Form einer Unterschriftenliste. Initiiert haben die Sammlung, die seit April läuft, der Vorsitzende der Stadtschulpflegschaft Wolfgang Sinkwitz und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Der Bedarf ist da. Das bescheinigt auch die Bezirksregierung in Düsseldorf. Trotzdem wird die Genehmigung verwehrt. Begründung: In sieben Jahren werden die Schülerzahlen wieder rückläufig sein, eine zusätzliche weiterführende Schule scheint dann nicht mehr notwendig zu sein. Außerdem, so die Bezirksregierung werde die erforderliche Mischung der drei Schularten die in der Gesamtschule aufgehen, nicht gegeben sein. Neben der desolaten Haus haltslage der Stadt wichtige Faktoren für die Ablehnung.

"Wir können mit der getroffenen Entscheidung leben, aber nur mit Bauchschmerzen." Sinkwitz sieht in dem Konzept, das die Vereinigung Solinger Schulleiter gemeinsam mit der Stadt entwickelt hat, wenig Zukunftsperspektiven. Vielmehr werde man sich bis zum Zeitpunkt sinkender Schülerzahlen von einer "Bauch schmerz"-Lösung zur nächsten hangeln. Deshalb wollen die Schul-"Lobbyisten" mit den 1 383 Unterschriften im Rücken ihr Anliegen immer wieder auf die Tagesordnung bringen.
Ein Neubau - der idealerweise schon stehen würde - wäre die beste Lösung, so Ober bürgermeister Franz Haug. Seine Priorität ist jedoch die Uberbrückung der starken Jahrgänge. So könne dann auch die neue Turnhalle an der Gesamtschule Solingen verwirklicht werden.

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