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(prz) Mehr Ganztagsschulen, so lautete die rot-grüne Reaktion auf Deutschlands verheerendes Abschneiden bei der Pisa-Studie. Doch waren bisher meist nur Gesamtschulen im Gespräch, wenn es um ein ausgedehntes Ganztagsprogramm ging. Dass aber auch Schulen der Primarstufe eins (Grund- und Sonderschulen) eine wichtige Rolle spielen, zeigte der Talk am Mühlenplatz am Montagabend.
Sylvia Löhrmann, die Fraktionschefin der Grünen im NRW-Landtag, war persönlich erschienen, um für das Modell zu werben. So solle bis 2007 für ein Viertel aller Kinder ein Ganztagsplatz geschaffen werden, der zu zwei Dritteln vom Land und zu einem Drittel von der Kommune finanziert werde. Löhrmann hob die Offenheit der Ganztagsschulen in Bezug auf ihren Stadtteil, die Mitarbeit von Eltern und verschiedener Institutionen hervor. Eltern, Politiker und Schuldirektoren beäugten das Konzept interessiert. Wolfgang Schmitz, Rektor der Grundschule Meigen, ist gerade
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dabei, einen offenen Ganztag einzurichten. "Wir werden unter anderem eine Tanz- und eine Werken-AG einführen", erläuterte Schmitz die Pläne. "Außerdem werden wir die Diakonie für Familienberatungen mit einbeziehen, mit dem Haus der Jugend zusammenarbeiten und Sportgemeinschaften einbinden."
Das Besondere sei die Einzelförderung neben der Hausaufgabenbetreuung. Trotz staatlicher Fördermittel müssen Eltern einen Eigenanteil zahlen: 45 Euro plus Mittagessen.
Während einige Eltern einen Untergang des Hortes durch den offenen Ganztag fürchteten, setzte sich Michael Seiffert für das Konzept ein. "Die Zusammenarbeit von Sozial- und Grundschulpädagogen ist sehr fruchtbar", so der Vorsitzende der hiesigen Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW). "Nach dem Erlass des Landes ist nun die Kommunalpolitik am Zug." Wenn alles gut geht, kommt Solingen nächstes Jahr auf sieben bis neun "offene" Schulen.
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