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(kra) Im Zeitalter der Informationsgesellschaft dreht
sich der Globus immer schneller. "Alle vier Jahre verdoppelt sich inzwischen
unser Wissen", rechnete Jochen Sommer, Vorsit zender der Interessenvertretung Solinger Wirtschaft (ISW), gestern abend seinen Zuhörern vor. Angesichts
dieser rasenden Entwicklung sei die Bildung, so Sommer weiter, das Kapital,
welches in der Zukunft die höchste Verzinsung bringe. "Wir müssen
nicht nur ständig dazu-, sondern auch ständig neu lernen."
Keine fehlerfreien Briefe mehr?
Der Grundstein für den lebenslangen Lernprozeß wird in der
Schule gelegt. Wie aber soll man dann mit der Klage umgehen, daß
es mit dem Bildungsniveau an unseren Schulen nicht zum besten steht? "Müssen
wir uns als Eltern inzwischen sorgen, daß unsere Kinder keinen fehlerfreien
Brief mehr schreiben können?" So fragte der Vorsitzende der Schulpflegschaft
"Der Runde Tisch" Wolfgang Sinkwitz, besorgt in die Runde. Und: "Wenn
heute schon Abiturienten Grundfertigkeiten wie Schreiben und Rechnen |
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nicht mehr beherrschen, wie ist es dann erst um die Hauptschüler
bestellt?"
Ernste Töne, die nach den Tagen des Frohsinns nachdenklich stimmen.
Zum Ende des Karnevals ließen es die Interessen gemeinschaft und die
Schulpflegschaft nicht mit einem einfachen Aschermitt wochsmahl bewenden.
In einer Gemeinschaftsaktion brachten sie im Merscheider Club Behinderter und ihrer Freunde neben deftigem Grünkohl auch ein deftiges Thema auf den Tisch. Überschrift: Bildung - Kapital der Zukunft!
Hochschule und Wirtschaft gefordert
Dabei ging es keineswegs nur um den Schulbetrieb. Auch das Zusammenspiel
von Wirtschaft und Bildung stand immer wieder im Mittelpunkt. Oberbürgermeister
Ulrich Uibel sieht in diesem Bereich dringenden Hand lungsbedarf: "Die
Verbindung zwischen der praktischen Wirtschaft und den Hochschulen ist
noch nicht eng genug.
Ein "befriedigend" gab es jedoch von Dr. Meyer-Hesemann (Schulministerium):
Die Schulen könnten "sich sehen lassen."
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