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Von Susanne Koch
"Haste was, biste was, haste nix, nimmste was, biste auch wer. Kinder,
die dauernd unter Druck stehen und Leid erfahren, sind oft aggressiv",
betonte Heinz Lanwerd, Schulleiter der Grundschule am Rosenkamp gestern
auf der Schulpflegschaftsversammlung zum Thema "Gewalt in der
Schule". "Wir müssen den Kindern Zeit widmen, ihnen zuhören,
Ihr Selbstbewußtsein stärken und ihnen beibringen, Konflikte
anders als mit Gewalt zu lösen."
Kein Patentrezept
Ein Patentrezept hatte allerdings keiner der drei Referenten: Heinz Lanwerd, Lothar Augustin, Kriminalhauptkommissar beim Kommissariat Vorbeugung und Herbert Bühler, Sozialarbeiter und Erziehungswissenschaftler beim Jugendamt. Sie waren von der Schulpflegschaft eingeladen, aus ihrer Praxis und vor allem aus ihrer |
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unterschiedlichen Sicht- und Herangehens weise zu berichten.
"Der heutige Abend soll eine Pilotfunktion haben, um das Thema dieses Jahr durch die Schul pflegschaft weiter in die öffentliche Diskussion zu tragen", sagte der Vorsitzende Wolfgang Sinkwitz, der auch eine Ausstellung von 33 Karikaturen zu diesem Thema organisiert hat.
"Wo sind die männlichen Vorbilder?" - provozierte Herbert
Bühler. "Besonders Jungen werden aggressiv, alleinerziehende Mütter
sind mit ihren Söhnen überfordert, in Kindergärten und Grundschulen
gibt es kaum Erzieher oder Lehrer. Da bleibt oft nur das Männerbild
im Fernsehen." Um dem entgegenzuwirken, veranstaltet das Jugendamt noch
dieses Jahr eine Einführung zum Thema "Parteiliche Jungenarbeit".
Den Kindern Mut machen, sich zu wehren, "nein zu sagen", Hilfe zu holen,
sich einzumischen will Lothar Augustin. Auch wenn er zusammen nur mit einer
Kollegin im Kommissariat Vorbeugung für die Städte Wuppertal,
Solingen und Remscheid auf etwas verlorenem Posten steht. |
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