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Von Hans-Peter Meurer
"Der Elternwille muss endlich respektiert werden. Es ist allerhöchste Zeit für eine vierte Gesamtschule."
Einig sind sich Wolfgang Sinkwitz, Vorsit zender der Stadtschulpflegschaft
und Michael Seiffert Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Erziehung und
Wissenschaft (GEW).
Sinkwitz: "Wir werden nicht mehr nur das Gespräch mit der Politik
suchen. Denn wir wurden bislang stets nur vertröstet. Jetzt ergreifen wir andere Maßnahmen." Noch in dieser Woche werde eine Unterschriften- Aktion gestartet, an der sich Schüler, Eltern und Lehrer beteiligen sollen.
Seiffert begründet: Wir werden zwar zähneknirschend die für das kommende Schuljahr gefundene Notlösung akzeptieren, aber nicht mehr für 2002.
Wir fordem vor der Politik umgehend einen Planungs und Errichtungsbeschluss
der vierten Gesamtschule im Raum Südstadt/Höhscheid. Hier ist
der Bedarf am größten. Die letzten Anmeldezahlen belegen dies.
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"Hinhaltetaktik muss ein Ende haben"
Dass das Vertretungsorgan aller Solinger Eltern und die GEW nicht länger
die"Hinhaltetaktik" von Politik und Verwaltung hinnehmen wollen, bekräftigt
Sinkwitz: "Schon vor den Sommer ferien 1999 haben wir angemahnt, dass der
Schulraum trotz Ausbau des Gymnasiums Schwertstraße, des Humboldtgymnasiums
und der Theodor-Heuss-Schule nicht ausreichen wird, um in diesem Jahr alle Viertklässler dem Gesetz entsprechend aufzunehmen." Folge sei nun, dass die künftigen Fünftklässler
in Klassen von 31 Schülern, zehn Prozent mehr als erlaubt, unterrichtet
werden.
2002 werde es noch dramatischer. "Dann sind 1922 Schüler, nochmals
150 mehr als in diesem Jahr, unterzubringen", so Sinkwitz. Bis 2012 sei
mit dem Schüler-Boom zu rechnen.
"Alle Schulformen sind randvoll und nicht mehr durchlässig", sagt
Seiffert. Folge: in den Gesamtschulen, den weiterführenden sowie in
den Hauptschulen könne im Unterricht nicht mehr gebührend auf
den einzelnen Schüler eingegangen werden.
Trotz der angespannten Haushaltslage der Stadt müssten jetzt Prioritäten
gesetzt werden. Als Übergangslösung bis zum Bau eines neuen Schulgebäudes
könne eine vierte Gesamtschule zunächst als Zwischenlösung
in den acht Klassenräumen Kirschbaumshöhe (Schützen straße) untergebracht werden. |
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