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(tsch) Wolfgang Clement will hoch hinaus - und dafür
das Einschul-Alter nach unten senken. Bereits mit fünf Jahren
sollen aus Kindergarten-Kindern I-Dötze werden. So will die Landesregierung das Schulsystem
stärken und die Spitzenreiter der Pisa-Hitliste angreifen. Im internationalen
Vergleich der Studie schnitten die deutschen Schüler schlecht ab.
Dabei haben Eltern bereits jetzt die Möglichkeit, ihre Kinder mit
fünf Jahren einschulen zu lassen. "Bei diesen prüfen wir
etwas stärker, ob sie schon schulfähig sind" erklärt
Wolfgang Mummert, Leiter der Grundschule Wiener Straße, die
Vorgehensweise. Dabei wird besonders das Verständnis von
Zahlen und Sprache geprüft, aber auch, ob logische Ketten
verstanden werden. Würde die Einschulung von Fünfjährigen
verpflichtend, werde die Entscheidung der Schulleiter eingeschränkt
und der gesellschaftliche Druck verstärkt, ist er sicher.
Von der frühen Einschulung machen nach seiner Erfahrung auch
nur wenig Eltern Gebrauch.
"Eine generelle Umstellung des jetzigen Schulsystems dauert
zirka neun Jahre", prophezeit Wolfgang Sinkwitz, Vorsitzender
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der Stadtschulpflegschaft.
Wichtige Grundlagen für eine Reform müssen früher gelegt
werden: Klassenstärken müssen nach unten korrigiert, der Unterrichtsausfall
minimiert werden.
Mit einem Schlag
1600 I-Dötze mehr
Auch die Schulverwaltung sieht einer spontanen Umsetzung
der Vorstellungen des Ministerpräsidenten mit bangen Gefühlen
entgegen. Udo Depping, Leiter der Schulverwaltung, hätte aüf
einen Schlag gut 1600 I-Dötze mehr unterzubringen: "Den Raum
hätten wir sicher nicht." Umgerechnet wären die Schüler
einer kompletten Grundschule zusätzlich mit Lehrern und Klassenraum
zu versorgen. "Und das, wo wir jetzt in vielen Grundschulen wieder Klassen
nach dem Richtwert mit 24 Schülern bilden können."
Grundsätzlich sieht auch Depping die Notwendigkeit einer
groß angelegten Reform. "Schule muss sich wieder auf ihre eigentliche
Aufgabe ,Unterricht' konzentrieren können."
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