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(ger) Bisher flossen an den weiterführenden
Schulen Verstöße gegen die Rechtschreibung stillschweigend in die Bewertung mit ein. Ab dem nächsten Schuljahr jedoch ist die Vergabe schlechterer Noten im Falle von zu vielen Rechtschreibfehlern durch die neuen Ausbildungsordnungen für die Sekundarstufen I und
II geregelt. Sie sieht eine "angemessene Berücksichtigung von Verstößen gegen die sprachliche Richtigkeit" vor.
Aus diesem Anlaß informierte die Solinger Stadtschulpflegschaft
über verschiedene Methoden, die im Rechtschreibunterricht der Grundschulen
angewandt werden. Im Pädagogischen Zentrum des Humholdt gymnasiums
standen drei Grundschulrektoren interessierten Eltern und Kollegen Rede
und Antwort. Zur Sprache kam auch, wie man Lernschwierigkeiten begegnen
kann. Es wurde deutlich, daß Eltern sich bei Defiziten im Lernverhalten
ihrer Kinder alleingelassen fühlen. |
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Übungshefte mit neuen Regeln
"Wenn Kindern sich keine Wortbilder merken können, kann das an einer Störung der visuellen oder akustischen Wahrnehmung liegen", informierte Michael Seiffert, Rektor der Grundschule Kreuzweg. Adressen verschie dener Hilfsorganisationen können in den Schulsekretariaten
erfragt werden. Überdies verfügt das Gesundheitsamt über den Arbeitsbereich "Hilfe für das behinderte Kind", der sich auch mit den Ursachen von Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten befaßt.
An den weiterführenden Schulen ist der Stand der Dinge in den fünften
Klassen sehr unter schiedich. "Die Kinder sind zwar alle im selben Alter,
aber ihre Rechtschreibkompetenz ist individuell verschieden", so Esther
Drammer vom Humboldtgymnasium. Hier bieten sich Freiarbeitskonzepte an,
bei denen die Schüler an ihren individuellen Schwierigkeiten selbständig arbeiten können.
Eltern, die mit der neuen Rechtschreibung ebenso Schwierig keiten haben wie ihre Kinder, kann ebenfalls geholfen werden. Verschiedene Verlage haben Wörterbücher und Ubungshefte nach den neuen Regeln im Programm. |
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