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Pressemitteilung

Solingen, den 14.05.1998

Gewalt an Schulen, Initiativprogramm „Selbstbehauptung für Mädchen" 

lt. der neuesten „Schulzeit" des Schulministeriums sowie dem Gemeinsamen Amtsblatt (GABl. NW. 1, 3/98 wird o. g. Initiativprogramm aufgrund des Erfolges in 1997 erneut in 1998 durchgeführt. Anträge hierzu müssen der Bezirksregierung bis zum 24. Juni 1998 vorliegen. Insbesondere weist die Stadtschulpflegschaft darauf hin, dass sich dieses Programm an alle Schulen, also auch an die Grundschulen wendet. Es wird durch das Ministerium für die Gleichstellung von Frau und Mann mit 1.500,- DM gefördert. 

Das Gleichstellungsministerium stellt hierzu lt. Presseinformation vom März 1998 insgesamt 450.000 DM zur Verfügung. Im Vorjahr wurden von fast 600 nordrhein-westfälischen Schulen Anträge gestellt. 

Die Gleichstellungsministerin Ilse Ridder-Melchers in einer früheren Presseinformation hierzu: „Mädchen sollen Selbstvertrauen und Selbstsicherheit trainieren und damit ihre eigene Stärke erfahren. Wenn wir Mädchen wirksam vor Gewalt schützen wollen, sind auch vorbeugende Maßnahmen nötig." Weiter heißt es: „Die Ministerin kündigte an, nach den Selbstbehauptungskursen für Mädchen ab 1999 auch Kurse fördern zu wollen, in denen Jungen soziale Kompetenz erwerben und lernen können, über ihre Probleme zu sprechen. Jungen müsse - so die Ministerin - aufgezeigt werden, dass auch sie mehr Möglichkeiten haben, mit Konflikten umzugehen, als ihnen die ´typisch männlichen´ Rollenbilder vorgeben." 

„Mit dem Gleichstellungsministerium sowie dem Schulministerium haben wir schon etliche Gespräche diesbezügl. geführt. Ein Programm „Sozialtraining für Jungen" an den Schulen anzubieten, war schon im letzten Jahr von der Stadtschulpflegschaft im Schulausschuss gefordert worden, ebenso haben wir für die Fortsetzung des Programms „Selbstbehauptung für Mädchen" vor allem auch an den Grundschulen aufgerufen", so Wolfgang Sinkwitz, stellvertretender Vorsitzender der Stadtschulpflegschaft Solingen. „Von Elternseite fordern wir die Auseinandersetzung mit dem Thema „Gewalt an Schulen" schon seit fast einem Jahr. Gerade die Grundschüler müssen in dieses Programm eingebunden werden". 

Die Elternvertreter der Schulen werden mit der Einladung zur nächsten Sitzung der Stadtschulpflegschaft Solingen ebenfalls dazu aufgerufen, sich an ihren Schulen für die Durchführung des Programms stark zu machen. „Von Elternseite aus passiert eine ganze Menge", so Sinkwitz. 

(Wolfgang Sinkwitz) 


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