HomeStadtschulpflegschaft Solingen - Der runde Tisch e. V.

Solingen, den 08.11.2002

P r e s s e m i t t e i l u n g

Bürgerbegehren zur 4. Gesamtschule – Stadtschulpflegschaft warnt vor Eskalation

Die Stadtschulpflegschaft warnt vor einer drohenden Politisierung der Eltern. Aktuell finden die Gespräche zwischen Eltern und Grundschullehrern über Leistungseinschätzungen der Kinder für ihren zukünftigen Weg in eine weiter führende Schule statt und Schulen öffnen ihre Tore den interessierten Kindern und Eltern. Wenn sich im Februar nächsten Jahres die jetzigen Viertklässler an den Schulen anmelden, befürchtet sie eine Politisierung, die mit den Ängsten der Eltern spielt und dann eskalieren könnte. Sie stellt die Frage, ob denn wirklich ca. 130.000 € für den Bürgerentscheid ausgegeben werden müssen und warum nicht konstruktiv an einem kommunalen Schulraumprojekt gearbeitet und das Geld hierfür besser für die Bildung unserer Kinder ausgegeben werden könne. Die Fakten seien klar: es fehle in Solingen vor allem Schulraum in Gesamt- und Realschulen. Eine Klassenstärke von bis zu 35 Schülern in der Sek. I und nicht selten 31 bis 32 Schülern in den Grundschulen könne und dürfe gerade in Zeiten, in welchen nach TIMMS und PISA die schlechten Leistungen an unseren Schulen dokumentiert sind, nicht für die Zukunft gelten. In Zeiten knapper Kassen und vor allem vorgezogener Kommunalwahlkämpfe müsse es möglich sein, dass sich alle, auch die Kommunalpolitiker ungeachtet ihrer Parteizugehörigkeit, an einen Tisch setzten und das Bestmögliche für unsere Kinder tun.

Die Stadtschulpflegschaft geht davon aus, dass ein Großteil der Unterschriften zum Bürgerbegehren nicht generell für eine schwierig zu finanzierende neue Gesamtschule, sondern überwiegend generell für mehr Schulraum in Solingen geleistet wurde. Und hier müsse Politik konkret ansetzen.

Die Stadtschulpflegschaft, die sich grundsätzlich nicht parteipolitisich orientiert, möchte eine überparteiliche Lösung zur Zufriedenheit aller, besonders der Kinder.


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