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Solingen, den 09.04.2003

P r e s s e m i t t e i l u n g

Stadtschulpflegschaft bündelt Interessen

Um zielgerichtet und effektiv die Interessen ihrer Mitglieder zu bündeln und gegenüber Politik und Verwaltung zu vertreten, hat die Stadtschulpflegschaft sich in diesem Schuljahr bereits mehrmals ausschließlich schulformbezogen getroffen. "Grundschulen haben oft andere Interessen und Probleme als Hauptschulen oder Realschulen, deshalb haben wir uns im Januar als auch im April ausschließlich mit den Elternvertretern der Solinger Grundschulen getroffen", so Wolfgang Sinkwitz, der Vorsitzende. "Das macht auch Sinn, denn im großen Plenum der Vollversammlung Stadtschulpflegschaft, die 2mal jährlich stattfindet, ist es schwierig, individuellen Problemen bis auf den Grund zu gehen."

"Neben den individuellen Problemen der einzelnen Schulen sind für die Grundschulen aktuell Themen wie Unterrichtsausfall, die sog. Ganztagsschule und die flexible Eingangsstufe, die jetzt noch zurückgezogen wohl im nächsten Schuljahr Platz greifen soll von Interesse", so Uschi Neeff, im Vorstand für die Grundschulen aktiv. "Da entwickeln Eltern ein ganz kritisches aber auch realistisches Bild über die Schulpolitik in Nordrhein-Westfalen und in der Kommune", so Sinkwitz. "Ganz aktuell wünschen wir uns mehr Ehrlichkeit mit dem Thema Ganztagsschule bzw. -betreuung. Da wird Eltern etwas vorgegaukelt", so Karen Klever, Schulpflegschaftsvorsitzende der Grundschule Gerberstraße. Vor allem haben die Elternvertreter der Grundschulen so die Möglichkeit, Schulen und Elternmitarbeit untereinander zu vergleichen und zu vernetzen sowie Tipps und Hinweise zu geben.

Ebenfalls im April haben sich die Elternvertreter der Hauptschulen getroffen. "Die Hauptschulen haben ganz konkret seit längerer Zeit das große Problem, dass sie in der Arbeit, die sie leisten, nicht den notwendigen Rückhalt in der Öffentlichkeit erfahren", so Heike Herrig, Schulpflegschaftsvorsitzende der Hauptschule Ohligs und im Vorstand für die Hauptschulen aktiv. Bemängelt wird das zu Unrecht bestehende negative Image der Hauptschulen. Leider werde viel zu wenig darüber berichtet, welch gute engagierte Arbeit die Hauptschullehrer täglich leisten, dass auch an Hauptschulen Schüler die Mittlere Reife machen und dass eine gute Integrationsarbeit geleistet werde. Es wird von den Elternvertretern angemahnt, dass bei sog. "Problemkindern" die Zusammenarbeit mit Jugendamt, Schulpsychologen und Gesundheitsamt verbessert werden muss. Viel zu lange Wartezeiten machten eine Zusammenarbeit fast unmöglich. "Da ist das Kind schon längst in den Brunnen gefallen", so Herrig. Interessant war das Treffen der 5 Hauptschulvertreterinnen auch deshalb, da sich viele Probleme ähneln. "Deshalb ist es wichtig, dass wir jetzt mehr Informationen austauschen können", so Sinkwitz.

Im Juni wollen sich die Eltern-Vertreterinnen der Hauptschulen erneut treffen. Mit den Elternvertretern der anderen Schulformen stehen die Treffen noch aus.


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