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Solingen, den 08.02.2001

 

P r e s s e m i t t e i l u n g

Stadtschulpflegschaft Solingen vermisst Weitsicht in Sachen Schullandschaft

„Wieder einmal sind Eltern und ihre Kinder die Leid Tragenden an einer seit Jahren verfehlten Schulpolitik in Solingen,“ so Wolfgang Sinkwitz, der Vorsitzende. „Seit Jahren warnen wir vor von Jahr zu Jahr  steigenden Anmeldungen zu den Gesamtschulen. Im letzten Jahr mussten 180 Schüler abgewiesen werden, in diesem Jahr 249 unter Berücksichtigung zwei neuer Schulklassen in der Gesamtschule Solingen, dies entspricht exakt 41,5 % Ablehnungsbescheiden - eigentlich wären es 309 Ablehnungen gewesen. Hier wird mit Hoffnungen verzweifelter Eltern gespielt, die sich schon Stunden vor Öffnung der Sekretariate in Warteschlangen vor den Gesamtschulen einfinden, in der Hoffnung, als erste einen der heiß begehrten Plätze für ihr Kind zu erhalten. Die Hoffnung des Leiters Stadtdienst Schulen, Udo Depping, dass sich die Situation durch die zusätzlichen 2 Klassen entspannen würde, hat sich natürlich nicht bestätigt. Darauf haben wir seit zwei Jahren hingewiesen, aber auf Elternwünsche braucht man weder von Seiten der Politik noch der Verwaltung Rücksicht zu nehmen. Hinzu kommt – und das bringt eigentlich das Fass tatsächlich zum Überlaufen, dass nicht nur Herr Depping offensichtlich seinem Job nicht gewachsen ist, sondern ein aussagefähiger Schulentwicklungsplan, welchen wir seit über einem Jahr einfordern, immer noch auf sich warten lässt. Dieser könnte die verfahrene Situation klar und deutlich darstellen. 

In dieser Situation, wo die Verwaltung anscheinend mit Blindheit geschlagen auf Wunder hofft, sieht ein Etat-Entwurf der Fraktionen eine 20 prozentige Kürzung im Schulbereich vor. Goldige Aussichten für die Solinger Schullandschaft. 



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