Stadtschulpflegschaft Solingen
- Der runde
Tisch
e. V.
Pressemitteilung
Solingen, den 21.03.2001
Stadtschulpflegschaft Solingen warnt im Landtag vor Kürzungen im
Schuletat
„Die beabsichtigten Kürzungen im Schuletat der Stadt Solingen waren
sicherlich mit ein Grund, von Eltern- und Lehrerseite das Gespräch
mit Herrn Ernst-Martin Walsken, dem Landtags-Abgeordneten für Solingen,
in Düsseldorf zu suchen“, so Wolfgang Sinkwitz, der Vorsitzende der
Stadtschulpflegschaft. In einer lebhaften schulpolitischen Diskussion mit
21 engagierten Eltern sowie Lehrern aus Solingen wurde am 15.03. u. a.
eindeutig zu den beabsichtigten Kürzungen des Stadtkämmerers
im Schuletat der Stadt Stellung genommen. „636.000 DM sollen lt. Vorschlag
der CDU/FDP-Regierung in Solingen eingespart werden, insgesamt 20% des
Schuletats, alleine über 160.000 DM im Grundschulbereich. Kürzungen
im Lernmittelbudget, im Schulbudget und im Vermögenshaushalt machen
ein effektives Unterrichten unserer Schülerinnen und Schüler
fast unmöglich. Hinzu kommt, dass innerhalb des Postens Druckerzeugnisse
eine 6stellige Summe gespart werden soll,“ so Sinkwitz, „alleine im Grundschulbereich
64.500 DM.“
Ernst-Martin Walsken, MdL, zeigte sich besorgt über die Entwicklungen
in Solingen, da die Eckpunkte der bildungspolitischen Offensive des Landes
„Vorrang für Bildung“ mit einer Sicherung der Unterrichtsversorgung,
einer Bereicherung durch neue Angebote an den Schulen, dem Ausbau der Selbstständigkeit
von Schule sowie der Förderung und dem Ausbau der Ganztagsangebote
einhergehen sollen. „Da kann seitens der Kommunen nicht gespart werden,
wenn die Landesregierung das Thema Bildung zur Priorität macht,“ so
Walsken. „Ich werde mich vor Ort dafür einsetzen, dass der Schuletat
erhalten bleibt, immerhin kann man die Schulen durch das sparsame Verhalten
im letzten Jahr jetzt nicht dafür bestrafen. “ Darüber hinaus
findet Sinkwitz es sehr kurzsichtig, angesichts der Landesinitiativen „Schulen
ans Netz“ und „enitiative“ nicht mehr als 70.000,- DM in den Bereich Informationstechnologie
zu investierenvon. „Für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Schulen
eine Katastrophe, verglichen mit den Aufwendungen umliegender Städte“.
Die Stadtschulpflegschaft hatte auf ihrer letzten Sitzung am 07.03. bereits
eindeutig den Kürzungen im Schuletat eine klare Absage erteilt.
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